Bärenklau und der Remontehof
Nachdem Bärenklau sich im 17. und 18. Jahrhundert zu einer blühenden Domäne entwickelt hat, interessiert sich das Königliche Kriegsministerium für den Ort. Bärenklau wird 1832 zum Königlichen Remonte-Depot erklärt. Zum Remonte-Depot gehören noch die Vorwerke Wendemark, Vehlefanz und das Forstrevier Leegebruch. Es wurden hier junge Pferde bis zu deren Abgabe an die Armee ausgebildet und versorgt. Dazu gehörten natürlich auch zahlreiche Ställe.
Die Remontedepots hatten den Zweck "die für die Armee angekauften jungen Pferde, bis zu deren Abgabe an die Truppen, zur Vervollkommnung ihrer körperlichen Entwicklung und Ausbildung in Wartung und Pflege zu nehmen", so heißt es u.a. in den "Instruktionen für die Königlichen Remonte - Depot - Administration". Der Platz wurde bereits damals zu unterschiedlichen Veranstaltungen genutzt. Es fanden z.B.. öffentliche Pferdeverkäufe statt. So ist u.a überliefert, das an einem Tag im April 1883 2 ausgemusterte (lahme) Remontepferde, 2 ausrangierte Ackerpferde , 49 Stück Schaffelle, Roßhaare und Schmiedeeisen meistbietend verkauft wurden. Die einstigen Ausmaße der Anlage kann man heute noch auf dem Remontehof und in Wendemark erkennen. Viele der Gebäude sind erhalten, wenn diese auch einem anderen Gebrauch dienen.
Das heutige Bärenklau wird durch den nördlichen Berliner Ring geteilt. Die gute Verkehrsanbindung, die Nähe zu Wald und Feld schien uns eine gute Alternative zum Stadtleben in Berlin.
Die Stallungen des ehemaligen Remontehofs, welcher noch immer das Ortszentum bildet, wurde zu Wohnreihenhäusern umgebaut. Dabei blieb das Bild der äußeren Fassade erhalten und der innere Kern wurde auf den neusten Stand gebracht. In einem der Häuser befindet sich auch das Feuerwehrdepot von Bärenklau. Dorffeste z.B. das Erntefest werden immer noch im "Hof" gemeinsam gefeiert.
Da wir uns mit dem Ort Bärenklau verbunden fühlen und der geschichtsträchtige Remontehof noch heute im dörflichen Mittelpunkt steht, nannten wir unseren Colliezwinger "Collies vom Remontehof".
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