Kriterien bei der Auswahl eines Hundes zur Umfrage
Als erstes kommt es auf den zukünftigen Halter und seine Möglichkeiten an. Wie viel Zeit steht zur Verfügung, welche grundsätzlichen Kenntnisse sind bereits vorhanden. Jeder Hundefreund hat eigene Vorstellungen im Zusammenhang des Zusammenleben mit einem oder mehreren Hunden. Der Lebensrhythmus, an dem sich der vierbeinige Mitbewohner anpassen bzw. seinen Platz finden muss, ist in jedem Haushalt sehr individuell. Wichtig ist es sich vor der Kaufentscheidung intensiv mit der Zuchtgeschichte des Hundes und den rassetypischen Eigenheiten zu befassen. Bei der Anschaffung eines Welpen bzw. Junghundes sollte man sich Zeit nehmen, um das Wesen und Verhalten der Elterntiere zu "studieren". Die Charaktereigenschaften und die Gesundheit sind wesentlich wichtiger als die äußere Erscheinung. Soll der Hund friedlich, verspielt und wenig aggressiv sein, dann ist es unwichtig was für ein Fell er hat und wie groß er ist.
Wer sich für ein Leben mit Hund entscheidet , sollte die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten kennen - sonst könnte man leicht "graue Haare" bekommen. Was erwarte ich von einem Hund? Bringe ich genügend Zeit und Geduld auf? Bin ich bereit Kompromisse einzugehen und mein Leben neu zu organisieren? und das für 14, 15 oder mehr Jahre?
Leider ist in Deutschland der Kreis der Züchter, die sich für eine Basis Erziehung neben der Sozialisierung engagieren sehr übersichtlich. Das ist, aus unserer Erfahrung auch deshalb so, weil sehr wenige Kaufinteressenten die zeitaufwendige Arbeit honorieren wollen. Das Leid, welches häufig aus Gleichgültigkeit oder Unwissenheit und falscher Motivation entsteht, tragen letztendlich die dafür am wenigsten können - die Vierbeiner. Die überfüllten Tierheime und die vermehrt ausgestrahlten Fernsehsendungen über "Problemhunde" und deren Problemlösungen, geben Zeugnis davon. Wir hoffen, dass ein Umdenken bei Hundefreunden und Züchter dazu führt, das jeder sich der verantwortungsvollen Aufgabe bewusst wird und diese dann nach Kräften und bestem Wissen und Gewissen erfüllen wird.
Mehrhundehaltung
Situation - Es ist schon ein Hund seit mehreren Jahren im Haushalt und ein Zweiter soll dazu. Der "neue" Hund sollte charakterlich natürlich zu dem schon vorhandenen passen. Es würde einen älteren, charakterlich sehr ruhigen Hund eventuell in den Wahnsinn treiben, wenn von einem rassespezifisch sehr agilen Junghund permanent Spielaufforderungen kämen. Doch in den meisten Fällen machen sich Hundehalter über das künftige Zusammenleben oft viel mehr Bedenken als nötig. Das Kennenlernen und Zusammenleben verläuft oft viel unkomplizierter als befürchtet. Nicht selten sind die Hunde schon nach kurzer Zeit ein Herz und eine Seele.
Hunde und Kinder
Idealerweise steht ein gut geschulter Hund (Bekanntenkreis, Hundeschule) und schult mit diesem Hund das Kind im Umgang mit Hunden. Immer öfter ist es möglich im Kindergarten oder der Grundschule Kontakt mit ausgebildeten Besuchshunden zu bekommen, wo grundlegende Verhaltensweisen erklärt und praktisch gezeigt werden. Leider wird diese Möglichkeit noch viel zu selten von Schulen oder Kindergärten genutzt.
Es kommt auf die individuelle Reife und das Alter des Kindes an, in wie weit das Kind unbeaufsichtigt mit dem Hund Umgang haben darf. Immer wieder kommt es zu Unfällen, unter anderem weil kleine Kinder ihre Grenzen nicht schnell genug erkennen und deutliche Warnsignale missachten. Eine Studie besagt, das bei Beißunfällen mit Hunden aus dem Bekanntenkreis das Durchschnittsalter der Kinder bei 6 Jahren lag. Meist passieren Unfälle beim Spielen, Kuscheln oder Füttern. Das Füttern sollte grundsätzlich den Erwachsenen vorbehalten bleiben.

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