Liebe Familie Rutkowski,
jetzt ist schon Herbst und Leos Fell wird immer dicker. Der Geburtstag im Tierpark mit all den Leuten, die ihm wichtig waren, hat Leo sehr gutgetan.
Wir hatten danach ja noch eine schöne Ferienwoche bei bestem Wetter. Ich hatte damals das Gefühle, daß Leo zufriedener und entspannter war als vor dem Geburtstag.
Vielleicht hatte er jetzt mehr Sicherheit, wo er hingehörte. Ich brauchte die Leine gar nicht mehr, wenn wir unsere Wanderungen machten.
Er hat zwar manchmal ein Sprung Rehe in den Wald gejagt, kam aber auf Pfiff mit Begeisterung wieder. Am besten war aber das Erlebnis mit dem Schwimmen.
Da er keine Scheu vor dem Wasser hat, haben wir mit Leckerchen, die auf dem Wasser schwimmen sein Interesse geweckt.
Ich habe ihn unter Brust und Bauch leicht angehoben und bin mit ihm ins tiefere Wasser zu den Leckerchen gegangen und habe ihm
einen leichten Schubs gegeben. Er war begeistert, es hat alles auf Anhieb geklappt, auch, daß er alle 4 Beine gleichzeitig zum Schwimmen benutzt hat.
Danach war der Bann gebrochen und er hat alles aus dem Wasser geholt, was ich hineingeschmissen habe und konnte kaum genug kriegen.
Ich war sehr stolz auf ihn. Für den Sommer ist das sicher eine willkommene Abwechslung, aber im Winter lasse ich das lieber.
Sein Fell brauchte nämlich ca 12 Stunden, bis es wirklich richtig trocken war.
Seine neueste Attraktion ist zur Zeit die Frisbee-Scheibe. Sie ist aus Weichgummi und er kann ausgezeichnet damit umgehen und apportiert sie mit unglaublicher Geschwindigkeit. Dabei quietscht und schreit er sich die Seele aus dem Leibe. Er bringt mir die Scheibe und schmeißt sie mir mit der Schnauze regelrecht zu.
Leider gibt es davon nur verunglückte Photos. Vielleicht gelingt nochmal ein Schnappschuß.
Am Fahrrad läuft er prima, nur auf der Straße benutze ich die Leine.
Auf dem freien Feld passe ich mich seinem Tempo an, da er ja auch noch seine Schnüffelarbeit erledigen soll.
Eine Stelle auf unserer täglichen Fahrt geht bergab und ich werde automatisch schneller. Da rennt er dann
mit Wonne neben mir her und versucht, das Tempo zu halten. Mit dem Rad sind wir täglich eine Stunde unterwegs, ich denke, das reicht erstmal. Ich habe
dabei an manchen Tagen das Gefühl, der Hund weiß, was ich jetzt von ihm will, fast ohne Worte.
Sein Fell ist inzwischen ganz schön dick geworden. Das Bürsten ist jetzt nicht mehr ganz so einfach.
Er sieht damit hinreißend aus. Mein Mann hat ein paar Bilder von der Teufelsmauer im Harzvorland geknipst.
Da blühten auf den Wiesen noch die Nelken. Ich wollte unbedingt wissen, ob sie duften.
Nachdem ich mich nun mühselig runtergelassen hatte, kam der Hund und schlappte mir voller Erwartung auf ein neues Spiel erstmal durchs Gesicht. Ich mußte ihm klarmachen, daß ich die Nelken riechen wollte und nicht ihn.
Er macht ja brav Sitz und verdreht vermutlich innerlich die Augen, aber er ist wie immer unglaublich geduldig.
Ich hoffe, es geht Ihnen in Bärenklau allen gut. Seien Sie herzlich gegrüßt
von Leo und uns Lüders
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Tag: Asset-Son
12:39:52
